Yuja Wang: The Berlin Recital © Deutsche Grammophon
Bild: Deutsche Grammophon

Kammermusik - Yuja Wang: "The Berlin Recital"

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Die neueste CD der chinesischen Pianistin Yuja Wang hat einen ausgeprägten Berlin-Bezug: Die Aufnahme wurde hier live mitgeschnitten und heißt sogar: "The Berlin Recital". Haben wir Grund, stolz zu sein?

Auf ihrer vierten Solo-CD (daneben gibt es noch etliche Klavierkonzerte) bleibt die chinesische Pianistin Yuja Wang bei dem, was sich zuvor bewährte: Rachmaninov, Prokofiev, Scriabin und Ligeti. Das mag verständlich sein, besonders nach dem Reinfall ihres Ausfluges zu Beethoven (eines der schlechtesten Konzerte meines Lebens!). Ihr Ton von großer Entschiedenheit und sehr guter Resonanz passt zum hier Gewählten. Der Ton ist weich und groß, technische Brillianz steht durchaus im Vordergrund, selbst wenn die Künstlerin die Stücke nicht durch dynamische Überrüstung vergröbert.

Gehobene Langeweile

Wovon man stattdessen nicht den mindesten Begriff erhält, sind die komplexen Ansprüche, teilweise auch philosophischen Programme, die sich hinter Scriabins 10. Sonate oder den drei Ligeti-Etüden verbergen. Zwischen Auf- und Abdrehen, Rauf- und Runterregeln der virtuosen Mittel stellt sich auf Dauer Langeweile ein; wenn auch gehobene Langeweile. Die Fans werden es lieben. Ich weniger.

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

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