Cécile Chaminade: Piano Music © Piano Classic
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Klaviermusik - Cécile Chaminade: "Piano Music"

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Ausgewählte Solowerke der französischen Pianistin Cécile Chaminade lässt der britische Pianist Mark Viner mit Charme und Virtuosität in allen nur denkbaren Klavierklangfarben funkeln.

1857 in Paris geboren, ist Cécile Chaminade fast 90 Jahre alt geworden. Bis zu ihrem Tod 1944 lebte sie in Monte Carlo, ihr umfangreiches Oeuvre umfasst mehr als 170 Werke.

Leidenschaft

Gefördert von Komponisten wie Benjamin Godard und George Bizet ist Cécile Chaminade bereits in jungen Jahren als pianistisches Wunderkind durch Europa gereist. Als junge Frau hat sie in ihren Konzerten dann zunehmend eigene Musik aufgeführt: Lieder und Salonstücke, aber auch anspruchsvolle Etüden oder poetische "Romances sans paroles" -  Romanzen ohne Worte, aber voller jugendlicher Leidenschaft.

Virtuosität

Der britische Pianist Mark Viner feiert im nächsten Jahr erst seinen 30. Geburtstag, ist aber schon Vorsitzender zweier Musikvereinigungen in London: als "Chairman" leitet der Absolvent des Royal College of Music sowohl die Alkan-Society als auch die Liszt-Society. Damit widmet er sich dem Werk zweier erklärter Klaviervirtuosen, deren Musik er schon auf mehreren Alben aufgenommen hat. Viners Vorbild ist der kanadische Pianist Marc-André Hamelin, der in der Regel ebenfalls nur Noten mit höchstem Schwierigkeitsgrad auf sein Klavierpult legt.

Charme

Cécile Chaminades Musik aber ist abwechslungsreiche "Salonmusik" im besten Sinne - mit technisch anspruchsvollen Stücken wie den "Sechs Etüden op. 35", während bei den "Sechs Romanzen ohne Worte" eher die klangliche Schönheit vergleichsweise einfacher Melodien im Vordergrund steht. Natürlich gerät Mark Viner auf diesem Album für keinen Moment an den Rand seiner pianistischen Leistungsfähigkeit. Umso schöner und entspannter ist deshalb sein Umgang mit der "virtuosen Eleganz", mit der Cécile Chaminade in die erste Reihe der romantischen Klavierkomponisten gehört - vorgestellt auf einem der besten Klavieralben des Jahres 2018!

Hans Ackermann, kulturradio

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