Cecilia-Bartoli: Antonio Vivaldi; Montage: rbb
Bild: DECCA

Arien - Cecilia Bartoli: Antonio Vivaldi

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Zwanzig Jahre nach ihrem spektakulären CD-Durchbruch mit "The Vivaldi Album" kehrt Cecilia Bartoli noch einmal zu diesem Komponisten zurück – mit einem zweiten "Vivaldi"-Album.

Die Sängerin hat inzwischen einen kleinen Schuss Veilchenessig in der Stimme, ist aber immer noch virtuos wie eh und je: Prasselgesang höchst explosiver Sorte.

Die Arien aus "Argippo", "Orlando furioso", "Il Giustino", "La Silva", "Ottone in villa", "La verità in cimento", "Andromeda liberata", "Tito Manlio" und "Catone in Utica" haben nicht mehr denselben, überragenden Repertoire-Wert wie damals. Können ihn nicht haben, denn aufgrund von Bartolis Ausgrabungserfolg stürzten sich seither alle möglichen Sänger auf diesen Komponisten.

Sängerisch und technisch ist das Album unanfechtbar. Immer abgesehen davon, dass die mit einer nicht allzu großen Stimme besagte Mezzo-Sopranistin immer auch ein bisschen Geschmackssache war.

Als Begleittruppe hat sich Bartoli diesmal das Ensemble Matheus unter Jean-Christophe Spinosi gewählt. Die spritzen umso mehr, während sich Bartoli bewusst ruhigere, meditativere Arien gewählt hat, um auch mal eine andere Seite des notorischen Geigen-Feuerwerkers hervorzuheben.

Ein Album von etlichem Sentimentalitäts- und Symbolwert. Dem man seinen Erfolg wohl gönnen mag.

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

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