Heino Eller: Werke für Violine und Orchester © Naxos
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Orchester - Heino Eller: Werke für Violine und Orchester

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Mit seinen sinfonischen Werken hat der estnische Komponist Heino Eller ab 1925 den Nationalstil Estlands geprägt. Nun ist eine CD mit seinen Violinwerken erschienen.

Heino Eller hat als Professor am Konservatorium von Tallin einen der bekannten Komponisten der Moderne ausgebildet: Arvo Pärt. Der 1887 geborene Eller selbst ist mit seinen von der Spätromantik beeinflussten Werken eher weniger bekannt.

Umso verdienstvoller die Leistung des estnischen Dirigenten Olari Elts, der mit dem Estonian National Symphony Orchestra und der Solistin Baiba Skride eine Auswahl aus dem sinfonischen Werk des 1970 in Tallin gestorbenen Heino Eller präsentiert.

Stil

Ellers klangschöne Musik ist der spätromantischen Tonalität verbunden,  bezieht aber wie seine erklärten Vorbilder Grieg und Sibelius auch Volksweisen in sein Werk ein. So streift die Violine der lettischen Geigerin Baiba Skride mit lyrischem Ton durch herb-nordische Klanglandschaften.

Im Violinkonzert aber auch in der "Fantasie für Violine und Orchester" wird hörbar, wie gut Heino Eller das Soloinstrument kannte - hat er doch um 1910  in Sankt Petersburg Violine studiert, bevor er später zur Komposition wechselte.

Weltpremiere

In diesen beiden von der Violine dominierten Werken, aber auch in der Sinfonie Nr. 2 und in der "Sinfonischen Legende" kann man Ellers Meisterschaft der Orchestrierung bewundern. Die größte Stärke des Komponisten liegt Arvo Pärt zufolge aber in einer Konzentration auf das Wesentliche.

"Für Heino Eller war es immer wichtig, die eine, die wesentliche Note zu finden. Viel wichtiger, als eine Masse von Tönen zu Papier zu bringen." Vielleicht ist Ellers sinfonisches Werk deshalb überschaubar geblieben: nur drei Sinfonien, ein Violinkonzert und einige weitere sinfonische Dichtungen sowie Stücke für Streichorchester. Umso wertvoller die vorliegende CD, die Heino Ellers "Sinfonische Legende" sogar in einer Weltpremiere vorstellt.

Hans Ackermann, kulturradio

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