Cover: : The Art of the Cello
Bild: RCA

Kammermusik - Gregor Piatigorsky: The Art of the Cello

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Das überragende Gesamtwerk des Jahrhundert-Cellisten Gregor "Grischa" Piatigorsky - präsentiert auf einer Box mit 36 CDs.

Der Jahrhundert-Cellist Gregor "Grischa" Piatigorsky (1903-1976) wurde berühmt als Mitglied des sog. "Million Dollar Trio" – gemeinsam mit Jascha Heifetz und Arthur Rubinstein.
Als einer der ersten Solisten der Schallplattengeschichte definierte er sich vor allem von der Kammermusik her. Dabei hatte Richard Strauss persönlich seine Interpretation des "Don Quixote" bewundert und in den höchsten Tönen gelobt. In den 20er Jahren war Piatigorsky, engagiert von Wilhelm Furtwängler, fünf Jahre lang Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker. 1940 floh er mit seiner Familie aus Frankreich vor den Nazis.
Diese Box mit 36 CDs präsentiert sein – überragendes – Gesamtwerk.

Virtuosität und Unterhaltung in humaner Eintracht

Geboren in der Ukraine, sollte er ursprünglich Geige und Klavier studieren; weigerte sich aber, nachdem er das Cello kennengelernt hatte. Groß von Statur, musste er sich über das Instrument beugen wie ein Vater über sein Kind. Tatsächlich dialogisierte er mit dem Cello anstatt es auf technische Weise zu traktieren. Seine Studentenjahre als Moskauer Kaffeehaus-Musiker ließen sich auch später noch an der Lässigkeit mancher Repertoirewahl ablesen. Virtuosität und Unterhaltung befanden sich für ihn in humaner Eintracht.

Virtuose furchterregend und lyrisch

Hinreißend die Trios von Ravel, Beethoven, Mendelssohn, Tschaikowsky etc. Lange vergriffen waren die Schmankerl in der Tradition eines Fritz Kreisler und die Sonaten von Chopin, Granados, Nardini und Saint-Saens. Kaum je war ein furchterregender Virtuose so lyrisch. Zum Schwärmen.

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

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