Cover The English Concert
Bild: Signum Records

Alte Musik - The English Concert

Bewertung:

Das Ensemble The English Concert kann schon fast als legendär bezeichnet werden.

Gegründet 1973 von Trevor Pinnock, hat das Orchester insbesondere in den 80er und 90er Jahren eine Fülle von Barockwerken maßstabsetzend eingespielt und ist mit Händel, Bach und Vivaldi um die Welt getourt. Nach Pinnocks Weggang 2003 übernahm zunächst der Geiger Andrew Manze, seit 2007 wird The English Concert von Harry Bicket geleitet. In London ist das Ensemble nach wie vor mit Konzertauftritten sehr präsent.

Stimmführer als Solisten

Die neueste CD von The English Concert enthält fünf Konzerte des 18. Jahrhunderts, deren Solopartien jeweils von den Stimmführern des Orchesters gespielt werden. Nadja Zwiener, die Konzertmeisterin spielt ein Tartini-Konzert, der Cellist Joseph Crouch ein Porpora-Konzert, der Bratscher Alfonso Leal del Ojo bietet Telemann und Katharina Spreckelsen tritt als Oboensolistin mit Alessandro Marcello auf. Hinzu kommt noch ein Gruppenkonzert von Dall’Abaco.

Fehlende Abwechslung

Alle Solisten bewältigen ihre Partien gut und harmonieren gleichzeitig mit ihren Orchesterkollegen. Und trotz dieser Leistung bleibt das Album ein wenig blass. So wirkt die Auswahl der fünf Konzerte ein wenig beliebig und stellt kaum eine konzeptionelle Einheit her. Der Orchesterklang ist zwar sauber und homogen, aber recht arm an Abwechslung, Akzenten, Zäsuren oder sonstigen Nuancen, welche die vielen Konzertsätze interessanter machen könnten.

Bernhard Schrammek, kulturradio

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