Gautier Capuçon: Schumann
Bild: Erato (Warner Classics)

Kammermusik - Gautier Capuçon: Robert Schumann

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Die Kammermusik von Robert Schumann erweist sich für den französischen Cellisten Gautier Capuçon als ideales Repertoire.

Freunde und Weggefährten zusammenrufen und mit ihnen Schumann spielen - diese schöne Idee hat Gautier Capuçon mit erlesenen Mitmusikern in die Tat umgesetzt: die Kammermusik für Cello und Klavier spielt er zusammen mit der Pianistin Martha Argerich, beim Cellokonzert ist das hervorragende Chamber Orchestra of Europa beteiligt, geleitet von Bernard Haitink.

Nichts Neues

Die "Idee" wurde allerdings nicht als Neuproduktion umgesetzt, sondern mit einer  Zusammenstellung älterer Live-Aufnahmen aus den Jahren 2009 bis 2015. Entstanden sind diese Aufnahmen im Amsterdamer Concertgebouw und bei verschiedenen Ausgaben des Argerich-Kammermusikfestivals in Lugano.

Keine Tränen

Im langsamen Satz des Cellokonzerts von Robert Schumann bleibt im besten Fall die Zeit stehen - wenn der Solist im Duo mit dem Solocellisten des Orchesters einen Moment überirdischer musikalischer Schönheit schafft. Gautier Capuçon hätte diese bedeutsame Stelle gern inniger gestalten dürfen, sein klangschönes Cello von Matteo Goffriller bietet ihm dafür alle Möglichkeiten. So aber fließen beim Anhören dieses Adagios leider keine Tränen der Rührung.

Viel Leidenschaft

Bei den anschließenden Kammermusikwerken, darunter "Adagio und Allegro op. 70", "Fantasiestücke op. 73" und "Fünf Stücke im Volkston op. 102", nehmen die Emotionen dann aber beständig zu. Mitgerissen von seiner Klavierpartnerin Martha Argerich zeigt sich Gautier Capuçon schließlich in den "Fantasiestücken op. 88" mit großem romantischen Ton als leidenschaftlicher Kammermusiker.

Hans Ackermann, kulturradio

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