"Die Geschichte der Liebe" - Alma (Gemma Arterton) und Leo (Mark Rendall)
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Drama - "Die Geschichte der Liebe"

Bewertung:

Immer wieder finden Bestseller den Weg auf die große Leinwand. So auch der Roman der amerikanischen Schriftstellerin Nicole Krauss. Ihre "History of Love" kommt jetzt unter dem Titel "Die Geschichte der Liebe" in unsere Kinos.

Verhindert durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und wird eine Gruppe jüdischer Jugendlicher in Polen voneinander getrennt. Drei Männer und eine Frau. Die Frau liebt jeden von ihnen, nur einem aber verspricht sie die Ehe: Leo. Und sie bittet, nein sie drängt ihn, als Zeichen seiner Liebe ein Buch über sie zu schreiben. Als Alma dann in die USA flieht, dauert es noch Jahre bis Leo ihr folgen wird. Aber er setzt sich tatsächlich hin und schreibt. Dem Manuskript gibt er den Titel "Die Geschichte der Liebe".

Die Geschichte der Liebe - Alma (Sophie Nélisse) und ihr Bruder Bird (William Ainscough)
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Alma ist mit einem anderen verheiratet

Zum einen wird die Geschichte des Manuskripts erzählt: Leo vertraut es seinem Freund an, der später nach Spanien emigrieren wird. Und "Die Geschichte der Liebe" dort viel später unter seinem eigenen Namen veröffentlichten wird. Als der von seinen Freunden tot geglaubte Leo selbst Jahre später endlich in New York eintrifft, erfährt er, dass das Manuskript verschwunden ist und dass er einen Sohn hat. Alma aber mit einem anderen verheiratet ist.

Es ist also auch die Geschichte von Leo, der für immer dieser nicht gelebten Liebe nachtrauert und heute als alter Mann in New York lebt. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen durch ein junges Mädchen, deren Eltern das Buch kennen und ihre Tochter auch Alma genannt haben: die möchte nun wissen, wie man "zur meist geliebten Frau" werden kann. So nämlich nennt Leo seine Alma in dem Buch.

Eine komplizierte Geschichte

Die Geschichte ist kompliziert. Es ist eine echte Herausforderung, Figuren und Zeitebenen auseinanderzuhalten und zuzuordnen. Hochkarätig besetzt, ist es doch vor allem die 17 Jahre alte Sophie Nélisse (als junge amerikanische Alma) die wirklich etwas aus ihrer Rolle macht. Sie bringt eine Dringlichkeit mit, die die anderen Figuren leider vermissen lassen. Gemma Arterton wirkt vor allem selbstverliebt und als alte Frau nur überschminkt. Und auch Derek Jacobi mimt eher den alten skurrilen Kauz als einen Liebenden.

"Die Geschichte der Liebe" - Die junge Alma (Sophie Nélisse) und Leo (Derek Jacobi)
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Verwirrend wie das Buch

Der in Rumänien geborene und heute in Frankreich lebende Regisseur Radu Mihaileanu, der mit "Zug des Lebens" oder "Das Konzert" Filme gemacht hat, die sich humorvoll und berührend mit jüdischem Leben befassen, hat sich hier einen verwirrenden und eher oberflächlichen Bestseller vorgeknöpft. Er hat ihn nicht entwirren können.

Christine Deggau, kulturradio

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