Eine bretonische Liebe
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Komödie - "Eine bretonische Liebe"

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Auf der Suche nach seinem biologischen Vater lernt Erwan den liebenswerten älteren Herrn namens Joseph und auch Anna kennen, in die er sich verliebt. Doch diese Liebe darf nicht sein

Spätestens seit dem weltweiten Erfolg von "Ziemlich beste Freunde" werden zahllose französische Komödien in die deutschen Kinos geschwemmt, und leider sind nicht alle davon wirklich komisch. Nun kommt "Eine bretonische Liebe", ein Film, der bei uns noch unbekannten französischen Regisseurin Carine Tardieu in unsere Kinos. Im Original heißt der Film vieldeutig "Otez moi d’én doute", übersetzt "Lass mich im Zweifel", der deutsche Filmtitel verspricht dagegen ganz geradeheraus eine romantische Liebesgeschichte. Dem Film gelingt das Kunststück, auf sehr leichte und komische Weise um sehr ernste Themen zu kreisen.

Eine bretonische Liebe
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Komplizierte, komische Verwicklungen

Der Mittvierziger Erwan kümmert sich als Bombenentschärfer um die Altlasten aus den Weltkriegen. Auch auf privater Ebene gerät er in eine Minenfeld: Seine 23jährige Tochter erwartet nach einem One Night Stand ein Kind, das sie ohne Wissen des Vaters zur Welt bringen will. Im Zusammenhang mit einer Vorsorgeuntersuchung erfährt Erwan, dass er mit dem Mann, den mehr als 40 Jahre für seinen Vater hielt, nicht verwandt ist. Er beauftragt eine Detektivin, die ihm bald den Namen seines biologischen Vaters nennt, ein sympathischer, alter Herr, der sich an Erwans Mutter nicht erinnern kann. Nachts bei einem Wildunfall lernt Erwan die eigenwillige Ärztin Anna kennen, die wie sich bald herausstellt, seine Halbschwester sein könnte. Im weiteren Verlauf kommt es zu vielen Situationen, in denen einer mehr weiß oder ahnt als die anderen um ihn herum, aber aus Rücksicht schweigen muss, was zu allerlei komplizierten, komischen Verwicklungen führt.

Eine bretonische Liebe
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Geistreicher Humor

Nachdem die ersten beiden Filme von Carine Tardieu um Mutter-Töchterverhältnisse kreisten, beleuchtet sie hier die männliche Perspektive. Konkret inspiriert war sie dabei von der Geschichte eines Freundes, die sie fürs Kino neu erfunden hat. Wie bei früheren Komödienauftritten pflegen Francois Damiens ("Verstehen Sie die Béliers?", "Der kleine Nick") und Cecile de France ("Barcelona für ein Jahr", "Public Enemy Nr. 1", "Eine Sommerliebe") auch hier einen eher leiseren und geistreicheren Humor. Ein weiterer Hauptdarsteller ist die wildromantisch raue Landschaft der Bretagne, an der Grenze zwischen Wasser und Land.

Anke Sterneborg, kulturradio

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