Star Wars: Die letzten Jedi
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Science Fiction - "Star Wars: Die letzten Jedi"

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Seit 1977 der erste "Star Wars" Film in die Kinos kam, hat das erfolgreichste Franchise aller Zeiten bereits mehr als 6 Milliarden US-Dollar eingespielt.

Sehr zum Entsetzen der weltweiten "Star Wars"-Gemeinde hatte ihr Schöpfer George Lucas die Rechte ausgerechnet an den Disney-Konzern verkauft, doch die schlimmsten Befürchtungen hatten sich nicht bewahrheitet, der erste Teil der dritten "Star Wars"-Trilogie war kein seelenloses Blockbuster-Monster, sondern ein Film, der auf überzeugende Weise die Traditionen mit originellen Neuerfindungen verband, galaktische Kriegen mit intimen Familienbeziehungen. Nun kommt unter dem Titel "Star Wars: Die letzten Jedi" der heiß erwartete zweite Teil der dritten Trilogie in unsere Kinos. Den Staffelstab hat Rian Johnson von J.J.Abrams übernommen, der ihn dann für den Abschluss wieder zurückgeben wird.

Star Wars: Die letzten Jedi
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Erneut der archaische Kampf von Gut gegen Böse

Der Film knüpft direkt am Ende des ersten Teils an, in dem der von Adam Driver gespielte Kylo Ren (Ben Solo) seinen Vater Han Solo ermordet und sich damit auf die Seite der dunklen Macht geschlagen hat. Wie immer geht es auch jetzt wieder um den archaischen Kampf Gut gegen Böse. Auf der einen Seite die sogenannte erste Ordnung, eine rücksichtslos expandierende, böse Macht unter der Führung des uralten Finsterlings Snoke (Andy Serkis). Auf der anderen Seite die Rebellen des alten Imperiums unter Führung von Prinzessin Leia (die letzte Rolle der nach Ende der Dreharbeiten verstorbenen Carrie Fisher), ein kleiner, bunt gemischter Haufen von Individualisten, die sich weitgehend schon im ersten Film gefunden haben. Nachdem der seit 30 Jahren verschollene Jedi-Ritter Luke Skywalker (Mark Hamill) auf einer einsamen, rauen Insel aufgespürt wurde, hat Rey, die erste weibliche Jedi-Ritterin im Star Wars-Universum die Aufgabe, ihn für den Widerstand zu gewinnen. Darüberhinaus geht es nach wie vor um die großen Vater-Sohn-Themen, um diverse ungeklärte Verwandtschaftsbeziehungen und um die Frage, ob das Böse qua Geburt unerschütterlich festgelegt ist, oder dem freien Willen der Entscheidung folgt.

Star Wars: Die letzten Jedi
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Wiederkehr alter Helden

Rian Johnson spinnt die von J.J. Abrams vorgegebenen Strukturen ohne ganz große Überraschungen aber mit einer inhaltlichen und visuellen Vielfalt weiter. Zwischen spektakulären Weltraumschlachten bleibt auch hier wieder viel Raum für intime, emotionale Momente, für die Chemie zwischen Menschen, Aliens und Robotern und für eine gute Portion selbstironischen Humor. Dazu wird das Personal von der klassischen "white male" Besetzung weiterhin kunterbunt erweitert, zu Oscar Isaac als Latino-Nachfolger von Han Solo, Daisy Ridley als weiblicher Jedi Rey und dem schwarzen Ex-Stormtrooper Finn gesellt sich jetzt noch die junge Vietnamesin Kelly Marie Tran als Rose. Wie in den vorangegangenen Filmen liefert auch dieser vielfältige Schauwerte, malerische Schlachtengemälde aus rotem Salz auf weißem Sand, eine Fülle bizarrer Kreaturen, aber auch alte Bekannte wie den goldenen Roboter R2D2 und den im letzten Film eingeführten Kugel-Androiden BB-8, der mit Licht, Sound und Bewegung jede Menge Gefühle freisetzt.

Auch wenn es sicher vorteilhaft ist, zumindest den ersten Film dieser Trilogie gesehen zu haben, kann man sich in die klaren Gut-Böse-Dynamik auch so gut einfinden.

Anke Sterneborg, kulturradio

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