Hugh Jackman in Greatest Showman
20th Century Fox
Hugh Jackman in Greatest Showman | Bild: 20th Century Fox Download (mp3, 4 MB)

Drama - "The Greatest Showman"

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Kennen Sie P.T. Barnum? Wahrscheinlich eher nicht. Er war ein berühmter amerikanischer Zirkuspionier, der im 19. Jahrhundert mit diversen Wanderzirkussen durchs Land tingelte und die ersten sogenannten "Freak Shows" organisierte.

Jetzt kommt ein Film, ein Musical, in unsere Kinos, das sein Leben und Wirken würdigt: "The Greatest Showman", prominent besetzt mit Hugh Jackman, Michelle Williams und Zac Efron.

Schon in den ersten Szenen wirft sich Hugh Jackman in vollem Schwung, im Rhythmus der Musik, mit ausgreifenden Gesten und enormem Drive ins Zirkusrund, er stampft über die Sitze und reißt das Publikum und seine Truppe mit. Nach diesem furiosen Intro dreht der Film die Zeit zurück, in die Kindheit von P.T. Barnum, der unter ärmlichen Verhältnissen mit einem alleinerziehenden Vater, einem Schneider aufwächst, als dessen Gehilfe er sich unsterblich in Charity, die Tochter eines der wohlhabenden Kunden verliebt, der Beginn einer großen Liebesgeschichte, die den ganzen Film überspannt.

The Greatest Showman
The Greatest Showman, © 20th Century Fox | Bild: 20th Century Fox

Als Barnum später seinen öden Buchhalterjob verliert, kauft er auf Pump in New York ein marodes Kuriositätenkabinett. Bald darauf erfindet er sich als Zirkus-Impressario neu, indem er Leben in die Bude bringt, mit Riesen, Zwergwüchsigen, Fettleibigen, Verwachsenen, mit einer bärtigen Frau und einem ganzkörperbehaarten Mann.

Die Ausbeutung der von der Gesellschaft Geächteten wird unter seiner Regie zur Selbstermächtigung: "Ausgelacht werdet Ihr sowieso" lässt er sein buntes Ensemble wissen, "da ist es doch allemal besser, dafür Geld zu bekommen!" Ganz en passant, ohne das allzu ernst zu nehmen, wird der Film auch zum Plädoyer für Toleranz und Gleichberechtigung, zur Hommage an die Vielfalt, an alle Farben und Formen des Menschlichen.

The Greatest Showman
The Greatest Showman, © 20th Century Fox | Bild: 20th Century Fox

Statt eine brave Lebenschronik abzuspulen, dockt Michael Gracey in seinem Regiedebüt nach einem Drehbuch von Bill Condon ("Chicago", "Gods and Monsters", "Dream Girls") und  Jenny Bikcks ("Sex and the City") an der visionären Fantasie von J.P Barnum an, der als Erfinder des Showbusiness gilt. Hugh Jackman, der zu den Schauspielern gehört, die noch eine ganz klassische Tanz- und Gesangsausbildung haben und für seinen Auftritt in der Musicalverfilmung "Les Miserables" eine Oscar-Nominierung bekommen hat, ist singend und tanzend spürbar in seinem Element. Und auch Michelle Williams geht in ihrem Musicaldebüt mit ansteckender Lust in die Vollen von Gesang und Tanz. "The Greatest Showman" ist ein mitreißender Augen- und Ohrenschmaus mit einem großen Reichtum in Ausstattung, Kostümen und Choreografien.

Anke Sterneborg, kulturradio

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