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Historien-Drama - "Deine Juliet"

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Die britische Gesellschaftskomödie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" war der Film, mit dem der britische Regisseur Mike Newell Mitte der Neunziger Jahre schlagartig berühmt wurde. Nun hat er den Roman "Deine Juliet" von Mary Ann Shaffer und Annie Barrows verfilmt.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die britische Gesellschaftskomödie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", in der ein eingefleischter Junggeselle (Hugh Grant) bei den titelgebenden Feierlichkeiten sein Herz verlor? Das war der Film, mit dem der britische Regisseur Mike Newell Mitte der Neunziger Jahre schlagartig berühmt wurde. Es folgten diverse Literaturverfilmungen, unter anderem zwei Harry Potter-Romane und die Charles Dickens-Geschichte "Große Erwartungen".

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Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf

Der Literatur ist er treu geblieben, auch der neueste Film des inzwischen 76-jährigen Regisseurs ist die Verfilmung eines Romans,"Deine Juliet" von Mary Ann Shaffer und Annie Barrows. Im Original heißen Buch und Film "The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society", was übersetzt so viel heißt wie "Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf".

Der sperrige Bandwurm-Titel ist dem Anführer einer feucht-fröhlichen kleinen Gesellschaft spontan eingefallen, als sie sich gegen Ende des zweiten Weltkrieges nach der Sperrstunde vor deutschen Nazi-Besatzern rechtfertigen mussten. Sie behaupten, Mitglieder eines Buchclubs zu sein, der dann auch einen Namen brauchte: Was einem eben so einfällt, wenn man vollgefressen und sturzbetrunken unter existenziellen Druck gerät. Aus revolutionärem Geist und als Reminiszenz an den schönen Abend führte die kleine Gesellschaft den Buchclub dann weiter. Irgendwann stoßen sie dabei auf ein Buch, das vor vielen Jahren mal einer gewissen Juliet Ashton gehörte, die der junge Schweinefarmer Dawsey ausfindig macht.

Frischer Wind

Zwischen den beiden entspinnt sich ein Briefwechsel. Auf der Suche nach einem Stoff für ihr nächstes Buch folgt Juliet dem Klang dieses seltsamen Namens und reist von London zu der abgelegenen Insel, deren schrullige Bewohner sie mit ihrem Charme bald erobert. Als ihr eine mysteriöse Leerstelle im Buchclub auffällt – das Fehlen einer jungen Frau, deren Tochter Dawsey großzieht – geht sie diesem Geheimnis nach. Neben der detektivisch literarischen Recherche gerät Juliet bald auch in den Sog einer romantischen Liebesgeschichte mit dem Schweinefarmer Dawsey und Lily James trägt mit ihrer liebenswert fröhlichen Ausstrahlung einen mitreißend frischen Wind in den Film.

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Sympathische Geschichte

Während Kriegsgeschichten sonst meist von Männern erzählt werden, rückt hier, passend zum Geist der Zeit mit #MeToo- und Genderdebatten die Sichtweise der Frauen in den Fokus – ein durchaus moderner, femininer Blick auf die Historie. So unbeschwert komisch wie die besten Filme von Mike Newell fällt das nicht aus, die Schatten des Krieges lasten spürbar über dieser Geschichte, das Gewicht der Vergangenheit bremst den Aufbruch in die Zukunft. Die Ärmelkanalinsel Guernsey ist ein lichtes, idyllisches Kontrastprogramm zum kriegsgezeichneten London. Durch romantische Landschaften und pittoreske Häuschen mit ihren schrullig liebenswerten Bewohnern weht viel Luft und Licht durch einen Film, der kein Meisterwerk ist, aber doch eine sympathische Geschichte über die Verarbeitung von Kriegstraumata.

Anke Sterneborg, kulturradio

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Hier ist Wenders gleich dreifach gescheitert: Dieser Film ist weder romantisch noch spannend und er bietet auch nicht den intellektuellen Tiefgang, den Wenders in seinen Film immer wieder anstrebt.

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