Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt, Bild: Universal Pictures
Bild: Universal Pictures

Animationsfilm - Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt

Bewertung:

Zuerst war "Drachenzähmen leicht gemacht" eine zwölfteilige Jugendbuchreihe der britischen Autorin Cressida Cowell, angesiedelt in einer fiktiven Winkinger-Welt. Es ging um die Coming of Age Geschichte eines Jungen namens Hicks. Die Bücher waren so erfolgreich, dass die Animationsfirma Dreamworks aufmerksam wurde und neben einer Animations Serie und 2010 auch den ersten Film ins Kino brachte, der wiederum so erfolgreich war, dass weitere folgten. Jetzt kommt der dritte Film in unsere Kinos: "Drachenzähmen leicht gemacht: Die geheime Welt".

Bedrohte Drachen

Die geheime Welt ist das verheißene Land, die an den Rändern der Welt gelegene  paradiesische Heimat der Drachen, von der Häuptling Haudrauf seinem Sohn Hicks einst erzählt hat. Inzwischen ist Hicks ein junger Mann und seit dem Tod seines Vater auch der Anführer des Wikinger Stamms von Berk. Die neue Bedrohung fürs friedliche Zusammenleben von Menschen und Drachen ist der finstere Bösewicht Grimmel, ein Drachenjäger, der alle Drachen ausrotten will, vor allem Hicks Drachen Ohnezahn, den letzten Nachtschattendrachen. So ist die Zeit gekommen, dass er, der Auserwählte dieses Land finden muss, um den bedrohten Drachen eine Zuflucht zu geben.

Inhaltlich nicht neu

Nur wenig hat sich verändert, in dem Jahr seit dem Ende des letzten Films, Hicks zweifelt immer noch an seinen eigenen Fähigkeiten, glaubt nicht daran, dass er das Format seines Vaters hat und sein Volk und die Drachen führen kann. Inhaltlich ist das nicht sonderlich neu und originell, die Stärken des Films liegen in seiner visuellen Pracht, die allein schon der rasante, technische Fortschritt im Bereich der Computeranimation gewährleistet.

Bewegungen und Hautoberflächen, das Fell und die Schuppen lassen sich immer noch realistischer, lebendiger und sinnlicher gestalten, die Augen und die schwarz schimmernde Haut des schwarzen Drachen Ohnezahn ist noch realistischer, noch hyperrealer gestaltet. Und da Hicks und seine Mutter inzwischen Unmengen von Drachen gerettet haben, kommt eine ungeheure Vielfalt der Formen, Farben und Maserungen an Körpern, Flügeln, Stacheln in verschiedensten Kreuzungen von realen Reptilien und ausgedachten Drachen ins Spiel. Dazu Wetterphänomene, wie Wolken, Wasser, Nebelschwaden. Erneut fungierte der berühmte, insgesamt 13 mal für den Oscar nominierte Realfilm-Kameramann Roger Deakins als Berater, ein Meister im Umgang mit Licht und Schatten und den Elementen.

Eine rührende Liebesgeschichte

Es ist die Zeit des Coming of Age, der Ablösung: Neben dem schwarzen Nachtschatten Ohnezahn gibt es jetzt ein weißes Komplementärwesen, ein ungezähmtes Drachenweibchen. Aus der Kombination ergibt sich eine rührende Liebesgeschichte, die sich in einem flirrenden Balztanz durch die Lüfte und über den Strand anbahnt, ein verspielter Flirt mit allen Registern menschlicher Gefühle, mal scheu zurückhaltend, mal keck herausfordernd, mit vielen komischen Momenten, wenn Hicks seinem Drachen Nachhilfe im Flirten gibt und der Drache seine Tipps mal  zu direkt oder auch einfach ein bisschen schief anwendet. Was dem Abschluss der Trilogie an inhaltlicher Originalität fehlt, macht er seinen sinnlichen und komischen Details allemal wett!

Anke Sterneborg, kulturradio

weitere rezensionen

Der Grinch © © 2018 Universal Studios
© 2018 Universal Studios

Animation - "Der Grinch"

Der Animationsfilm vom Grinch aus dem Jahr 1966 gehört in den USA genauso zum Weihnachtsfernsehprogramm wie in Deutschland "Drei Nüsse für Aschenbrödel" oder "Der kleine Lord". Jetzt kommt eine Neuverfilmung der beliebten Kindergeschichte in die Kinos.

Bewertung: