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Familienfilm - "Unheimlich perfekte Freunde"

Bewertung:

Ein schöner Film mit Humor, Drive und einem tollen Darsteller-Ensemble. Sehr zu empfehlen für Kinder, bei denen es in der Schule gerade mal nicht so rund läuft!

Frido (Luis Vorbach) ist ein ziemlich aufgeweckter Junge. Er ist beliebt bei seinen Klassenkameraden, voll guter Ideen, und mit seiner Mutter (Marie Leuenberger) kommt er auch gut klar. Wenn nur die Schule nicht wäre! Bei Mathe, Deutsch oder Englisch schaltet Frido ab, da helfen auch die Nachhilfestunden mit seinem besten Freund Emil (Jonas Gaensslen) und die Ermahnungen seiner Lehrerin Frau Klawitter (Margarita Broich) nichts.

Wenn Frido es im nächsten Schuljahr auf das Gymnasium schaffen will, dann kann ihm nur noch ein Wunder helfen.

Ein faustischer Pakt

Und tatsächlich, das Wunder tritt ein: Bei einem Besuch auf dem Jahrmarkt verirrt sich Frido in ein altertümliches Spiegelkabinett und lernt dort sein eigenes Spiegelbild kennen – ein Junge, der genauso aussieht und genauso spricht wie er – nur mit dem einen Unterschied: Er ist perfekt in der Schule!

Die Beiden schließen einen faustischen Pakt: Frido 1 verhilft Frido 2 zur Flucht aus dem Spiegel, dafür geht der "unheimlich perfekte Freund" an seiner Stelle in die Schule und bringt die erforderlichen Zensuren mit nach Hause …

Umgeben von unheimlich perfekten Musterschülern

Mit Filmen wie "Wer früher stirbt ist länger tot" oder "Sommer in Orange" wurde der bayrische Regisseur Marcus H. Rosenmüller bekannt. Filme, in denen er das verstaubte Heimat-Genre in eine neue, zeitgemäße Form übertragen hat.

Nun zeigt er, dass er auch in einem Familienfilm das Geschichten–Erzählen beherrscht. Die Handlung wechselt immer wieder zwischen märchenhaften Elementen auf dem Jahrmarkt und realistischen Szenen in der Schule hin und her. Dabei werden der mysteriöse Besitzer des Spiegelkabinetts und dessen Bauchrednerpuppe zu Strippen-Ziehern, die wie mittelalterliche Bänkelsänger die Handlung kommentieren.

In der Schule ist derweil das Chaos ausgebrochen: Immer mehr Kinder entdecken den Trick mit dem Spiegelschrank – und bald ist Frau Klawitter umgeben von lauter unheimlich perfekten Musterschülern, die vehement mehr Hausaufgaben und schwerere Klassenarbeiten einfordern und ihre unperfekten Counterparts am Liebsten loswerden wollen.

Modernes Märchens mit viel Augenzwinkern

Wollen wir wirklich so makellos sein, wie wir es uns manchmal vor dem Spiegel erträumen oder ist es nicht am Ende ganz gut, dass alle Menschen unterschiedliche Stärken und Fähigkeiten haben? Das ist die Frage, die Rosenmüller mit seinem Film stellt.

Er tut dies nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern in Form eines modernen Märchens mit viel Augenzwinkern. Ein schöner Film mit Humor, Drive und einem tollen Darsteller-Ensemble. Sehr zu empfehlen für Kinder, bei denen es in der Schule gerade mal nicht so rund läuft!

Carsten Beyer, kulturradio

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