Zeitpunkte

In der folgenden Übersicht finden Sie die Beiträge und Sendungen der letzten sieben Tage zum Nachhören.

Zum Nachhören

- Vom Feld auf die Bühne - Eine anatolische Bäuerin und die Frauenrechte

Ümmiye Kocak ist eine bodenständige Bäuerin auf der anatolischen Hochebene. Die 60-jährige führt ein ganz typisches Leben für die Region im Süden der Türkei. Sie hat früh geheiratet und Kinder bekommen. Allerdings etwas ist untypisch an ihrem Leben: Ümmiye Kocak hat ihre eigene Frauen-Theatergruppe, mit der sie mit eigenen Stücken durchs Land tourt. Das Ziel: die Stimme der Frauen hörbar zu machen.

- Unda Hörner: "1919 - Das Jahr der Frauen"

1919 erhalten Frauen in Deutschland erstmals das Wahlrecht und machen sich daran, ihr Leben selbst zu gestalten: Mit Käthe Kollwitz wird erstmals eine Frau in die Akademie der Künste berufen, Maria Juchacz hält als erste eine Rede im Parlament, Rosa Luxemburg bezahlt ihren Einsatz für die politische Neuordnung mit dem Leben, Marie Curies Radiuminstitut öffnet in Paris seine Pforten, Sylvia Beach gründet Shakespeare & Company, Coco Chanel kreiert das unsterbliche Chanel No. 5.

- Unterschätzte Gefahr? Kopfbälle sollen Frauen mehr schaden als Männern

Fußball wird auch bei Mädchen immer beliebter - gelegentliche Kopfbälle sind da wohl unvermeidlich. Einer neuen Studie zufolge ist jedoch Vorsicht geboten: US-Forscher haben herausgefunden, dass häufiges Köpfen dem weiblichen Gehirn mehr schadet als dem von Männern.

- Lernrückstände und Lehrermangel - Zur Situation an Berlins Grundschulen

Mehr als 33.000 Mädchen und Jungen werden am 25. August in Berlin eingeschult. Die Erstklässler starten mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und Chancen. Kinder aus sozial benachteiligten Familien oder aus Elternhäusern mit Migrationshintergrund, die oft schlecht Deutsch sprechen, treffen auf Kinder aus bildungsnahen Familien. Das stellt die Grundschulen vor große Herausforderungen. Nun fehlen auch noch Lehrerinnen und Lehrer.

- Charlotte Perkins Gilman: "Die gelbe Tapete"

Vor fünf Jahren war dieser literarische Stoff aus der Frühzeit des Feminismus in einer Bühnenfas­sung an der Berliner Schaubühne zu sehen: Katie Mitchel hatte die Geschichte ei­ner weiblichen Krise ins Heute verlegt in ein Haus in Brandenburg, wo die Protagonistin sich von einer postnatalen Depression erholen soll, am Ende jedoch - trotz oder wegen aller männlichen Fürsorge - scheitert. Erschienen ist jetzt eine neue Übersetzung dieses feministischen Klassikers.

- Zeitpunkte-Magazin

Situation an Berlins Grundschulen // Buchvorstellung: 1919 - Das Jahr der Frauen // Anatolien: Vom Feld auf die Theaterbühne // Buchvorstellung: Die gelbe Tapete // Studie: Kopfbälle schaden Frauen mehr als Männern

- Samstags gehört Vati mir

Das Elterngeld macht's möglich: Väter können sich stärker in die Kinderbetreuung einbringen, ohne dass das Familieneinkommen zusammenbricht. Wie das genau geht, wird nun in Echtzeit erprobt. Henriette Wrege besucht Väter und ExpertInnen.

Aktualisierte Wiederholung aus dem Jahr 2014.

- Irina Liebmann - Neuausgabe des Romans "In Berlin"

Irina Liebmann, geboren in Moskau, lebt in Berlin. Seit 1975 freie Schriftstellerin, vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Berliner Literaturpreis (1998) und dem Preis der Leipziger Buchmesse (2008). Ihr Werk erscheint in Neuausgaben bei Schöffling & Co.

- Hörbuch: "Uhren gibt es nicht mehr" - In Erinnerung an Elisabeth Heller

Bereits im Dezember 2017 stellten wir in den Zeitpunkten André Hellers Gespräche mit seiner hochbetagten Mutter vor. Am 7. August, zwei Tage vor ihrem 104. Geburtstag, ist sie gestorben. Wir empfehlen aus diesem Anlaß die bewegenden Gespräche zum Wiederlesen und - hören.

- Die Erbinnen des Frauenwahlrechts: 2007 - Einführung Bundeselterngeld

2007 ist das Jahr einer kopernikanischen Wende, wenn man dem damaligen Regierungssprecher glauben darf: Eingeführt wird das Elterngeld, ein Lohnersatz für die Zeit nach der Geburt eines Kindes. Der ermöglicht es auch Vätern, in Elternzeit zu gehen, ohne dass das Familieneinkommen zusammenbricht. Franziska Walser spricht mit der Erfinderin Renate Schmidt, ehemalige SPD-Familienministerin - und mit einer Nutznießerin: Annalena Baerbock, Chefin der Grünen.