Zeitpunkte

In der folgenden Übersicht finden Sie die Beiträge und Sendungen der letzten sieben Tage zum Nachhören.

Zum Nachhören

- Zeitpunkte-Magazin

§ 219 a: Kompromiss in der GroKo ++ Erster Kinderladen der DDR wurde vor 35 Jahren zugemauert ++ Das Gute-Kita-Gesetz: Vorteile und Schwächen ++ BARCAMP: Genderstudies am Wissenschaftstag ++ Jugendzentrum Drugstore muss weichen

- § 219 a Kompromissvorschlag der Großen Koalition - Kommentar

Der Paragraph 219 a soll komplett gestrichen werden, das fordern Frauenärztinnen wie die verurteilte Christina Hänel, die FDP, Die Grünen und Die Linke - und eigentlich fordert das auch die SPD. Doch in der Großen Koalition wurde nun ein Kompromiss ausgearbeitet. Die Bundesärztekammer und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollen entsprechende Informationen zur Verfügung stellen. Das Verbot der Werbung für Abtreibungen bleibt aber bestehen.

- Die Kinderrebellen: Vor 35 Jahren erster DDR-Kinderladen zugemauert

Vor 35 Jahren wurde der erste Kinderladen der DDR, in der Husemannstraße 14, Berlin-Prenzlauer Berg, zugemauert. Die Bürgerrechtlerinnen Ulrike und Gerd Poppe, beide aktiv in der Friedensbewegung, hatten ihn nach dem Vorbild Westberliner Kinderläden drei Jahre zuvor gegründet; schließlich wurde den Betreibern gekündigt, der Kinderladen Mitte Dezember von Stasi-Mitarbeitern gestürmt und anschließend zugemauert.

- BARCAMP: Genderstudies am Wissenschaftstag

Womit beschäftigt sich die Geschlechterforschung? Diese und weitere Fragen zum Thema Genderstudies zu beantworten und zu diskutieren, ist Ziel des BARCAMPs am Wissenschaftstag #4genderstudies. Er findet am 18.12.2018 im gesamten deutschsprachigen Raum statt. Katharina Kinga Kowalski, Geschäftsführerin der von der Arbeitsgemeinschaft der Frauen und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg), stellt das BARCAMP zum Thema Genderstudies vor.

- Das "Gute-Kita-Gesetz"

"Es geht um mehr Qualität und weniger Gebühren", so hat Familienministerin Franziska Giffey das "Gute-Kita-Gesetz" angekündigt. Mit 5,5 Milliarden Euro aus dem Bund sollen die Bundesländer unterstützt werden, ihre eigenen Maßnahmebaukästen zur Verbesserung der Kitas und der Kinderpflege zu gestalten. Eine gute Lösung oder ein Tropfen auf den heißen Stein? Birgit Riedel vom Deutschen Jugend Institut über die Vorteile, aber auch über die Schwächen des Gesetzes.

- Drugstore - ein legendäres Jugendzentrum muss schließen?

"Drugstore" - das legendäre Jugendzentrum war eines der ersten selbstverwalteten in Westberlin, seit 1972 haben sich Jugendliche hier getroffen, zu Konzerten und Theater. Auch der Jugendclub "Potse" im gleichen Gebäude muss verschwinden, weil der Bezirk Tempelhof-Schöneberg die Mieten nicht mehr zahlen kann. In den neuen Räumen in der Nähe ist nun der Konzertbetrieb ausgeschlossen. Die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße setzt sich deshalb dafür ein, dass beide Clubs bleiben sollen. Margit Miosga über die Hintergründe.

- Literarische Weihnachtsempfehlungen

Starke Protagonistinnen, düstere Zukunftsentwürfe und das Geheimnis der "Planetenkonjunktionshypothese": Manuela Reichart im Gespräch mit den Autorinnen Julia von Lucadou (Die Hochhausspringerin), Karin Kalisa (Sternstunde) und Jana Revedin (Jeder nennt mich Frau Bauhaus.) Dazu Geschenktipps aus der preisgekrönten Berliner Buchhandlung Montag.

- 100 Jahre Frauenwahlrecht - 100 Jahre Antifeminismus

2018 war das Jahr, in dem in Zeitungen, Büchern und Veranstaltungen das Jubiläum "100 Jahre Frauenwahlrecht" gefeiert wurde. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Je lauter Frauen ihre staatsbürgerlichen Rechte einfordern, desto stärker wird auch der Antifeminismus. Astrid Springer beleuchtet in ihrer Sendung "100 Jahre Frauenwahlrecht - 100 Jahre Antifeministen" ein historisches Phänomen, das längst noch nicht Geschichte ist.

- Weimarer Menschenrechtspreis für Schwester Lorena

Die franziskanische Missionsschwester Lorena Jenal engagiert sich seit über 30 Jahren im Hochland von Papua-Neuguinea, wo sie sich vor allem um vergewaltigte und misshandelte Frauen kümmert und Hilfe zur Selbsthilfe anbietet. Bei ihren Hilfsaktionen riskiert sie vielfach ihr Leben. Die Verleihung des Weimarer Menschenrechtspreises ist verbunden mit der Hoffnung, eine kaum beachtete Art der Menschenrechtsverletzungen öffentlich zu machen.

- "Aus dem Spielzeugland" - Gespräche in und um Sonneberg

Noch immer wird die Gegend um Sonneberg im Thüringer Wald gern „Spielzeugland“ genannt. Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich Sonneberg zu einem der Hauptgebiete der Spielzeugherstellung. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Sonneberg sogar zur „Weltspielwarenstadt“ erklärt und später zum Zentrum der DDR-Spielzeugindustrie aufgebaut. Für das Deutsche Spielzeugmuseum in Sonneberg lag es deshalb nahe, eine weitere Quelle zu erschließen – das erinnerte Wissen und die Erfahrungen der Menschen.