Zeitpunkte

In der folgenden Übersicht finden Sie die Beiträge und Sendungen der letzten sieben Tage zum Nachhören.

Zum Nachhören

- Portrait Marie Bäumer

Seit sie 16 war, hörte Marie Bäumer immer wieder, wie ähnlich sie Romy Schneider sei. Trotzdem lehnte sie Angebote, die Filmikone zu spielen, mehrmals ab. In Emily Atefs Drama "3 Tage in Quiberon" hat sie es jetzt doch gemacht. Der Film, der bereits auf der Berlinale lief, ist am Donnerstag in die Kinos gekommen und gilt mit zehn Nominierungen als Favorit für den Deutschen Filmpreis am 27. April. Anke Sterneborg hat die Schauspielerin getroffen.

- Zeitpunkte

Kopftuchverbot für Kinder? - Ein Kommentar ++ Frauen im Internet weniger sichtbar ++ Porträt der Schauspielerin Marie Bäumer ++ EWA-Frauenzentrum feiert Geburtstag

- Das EWA-Frauenzentrum feiert Geburtstag

Das Schlüsselereignis war sicherlich der 3. Dezember 1989, das große Frauentreffen in der Berliner Volksbühne. Der UFV, der Unabhängige Frauenverband, gründete sich DDR-weit, er wurde für eine kurze historische Zeit die Stimme der Frauen. Aber es gab damals, als die Mauer fiel, auch die Gründung eines kulturell-politischen Zentrums für Frauen, das heute noch existiert. Das EWA Frauenzentrum steht nicht etwa für die biblische Eva, sondern für Erster Weiblicher Aufbruch.

- Frauen sind im Internet unterrepräsentiert

In Sachen Gleichberechtigung ist das Internet der Gesellschaft keinen Schritt voraus. Ein Beispiel dafür ist Wikipedia. Genau wie in anderen Teilen der Gesellschaft sind Frauen auch im größten User-generierten Nachschlagewerk der Welt unterrepräsentiert. Die schwedische Botschaft hat dazu aufgerufen, beim „WikiGap Edit-a-thon" Wikipedia-Artikel über Frauen zu schreiben, um Frauen im Internet sichtbarer zu machen. Ein Gespräch mit der Initiatorin Elisabeth Mayr.

- Wie sinnvoll ist ein Kopftuchverbot für Kinder?

Der Vorstoß der nordrhein-westfälischen Landesregierung, ein Kopftuchverbot für Kinder zu prüfen, hat in der vergangenen Woche für Diskussionen gesorgt. Befürworter kritisieren unter anderem, dass Kinder durch das Tragen eines Kopftuches sexualisiert werden. Kritiker fürchten, das Kopftuchverbot könnte den Mädchen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben eher erschweren. Ursula Voßhenrich kommentiert.

- 1968: Deutschland bekommt unartige Kinder

Die Prügelstrafe war erlaubt, kindliche Widerworte hingegen verboten, Zärtlichkeit sogar verpönt. Die Erziehungsgrundsätze vor 1968 waren bestimmt von Befehl und Gehorsam. Vor allen Dingen die Frauen der Studentenrevolte brachen mit den strengen Traditionen ihrer Eltern. Aber immer wieder werden die 68er auch für Disziplinlosigkeit, Leistungsabfall und Respektlosigkeit der Kinder verantwortlich gemacht.

Margit Miosga

- Vorbericht zur Uraufführung „MALALA“ im ATZE-Musiktheater am 15. April

Schon mit 11 Jahren stand die Pakistanerin Malala Yousafzai gegen die Taliban auf, die ihre und alle Mädchenschulen in der Region schließen wollten. 2012 erlangte sie weltweite Aufmerksamkeit, als sie ein Attentat von Taliban-Kämpfern schwer verletzt überlebte. Seitdem setzt sie sich für die Rechte von Kindern auf der ganzen Welt ein, insbesondere das Recht von Mädchen auf Bildung. (ATZE)

- Frankreich: Gesetzesentwurf gegen sexuelle Belästigung auf der Straße

Geschmackloses Anmachen, Hinterherpfeifen, Obszönitäten oder offensives Bedrängen: Sexuelle Belästigung, vor allem auf der Straße, hat viele Gesichter. In Frankreich könnte dafür bald ein Bußgeld von mindestens 90 Euro fällig werden. Das zumindest empfiehlt ein Bericht von fünf Parlamentariern zum Thema: Sexuelle Beleidigungen auf der Straße.

- Hartz IV-Satz reicht nicht für eine gesunde Kinderernährung

2,77 Euro – mit dieser Summe pro Tag sollen Hartz IV-Empfänger ihre Kinder gesund und vollwertig ernähren. Das ist schlicht nicht möglich, mahnen Ernährungswissenschaftler der Fachgesellschaft Society of Nutrition and Food Science (SNFS) mit Sitz an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Welche Faktoren sind für eine gesunde Ernährung und Entwicklung der Kinder wichtig? Studiogast: Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski, Universität Hohenheim.

- Sybille Plogstedt: Im Netz der Gedichte - Gefangen in Prag nach 1968

1968 – das Jahr der Studentenrevolte begann mit dem »Prager Frühling« in der Tschechoslowakei. Doch die Reformversuche der Partei- und Staatsführung endeten schon im August mit dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes. Sibylle Plogstedt, als Studentin der Opposition aktiv, wird 1969 von der Staatssicherheit verhaftet. Jahrzehnte später arbeitet sie ihre politische Gefangenschaft auf. (Helmer Vita Verlag)